Lea Ypi: Aufrecht. Überleben im Zeitalter der Extreme.

Aus dem Englischen von Eva Bonné. Suhrkamp Verlag, Berlin 2025. 390 S., 28 Euro. Konkret Buch des Monats 1/2026

Aus Lea Ypis Memoir Frei (2021) über ihr Aufwachsen im kommunistischen Albanien wissen wir, dass ihre Eltern als »Intellektuelle« verrufen waren und Schwierigkeiten mit ihrer »Biografie« hatten. Ihre geliebte Großmutter Leman, genannt Nini, prägte Ypis moralischen Kompass. Im neuen Buch der Professorin für politische Theorie an der London School of Economics rückt Lemans Geschichte in den Mittelpunkt. Der englische Originaltitel – Indignity. A Life Reimagined – signalisiert eine Mischung aus Familiengeschichte, philosophischer Betrachtung und literarischer Neuerfindung. Beide Bücher problematisieren die vielbeschworenen
westlichen Werte »Freiheit« und »Würde« und sind bevölkert mit Figuren, die sie auf unterschiedliche Weise verkörpern.
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Ein Wehrmachtssoldat aus Bremen im italienischen Widerstand – eine Spurensuche von Ulrike Petzold

Rudolf Jacobs´ Geschichte bezeichnet der italienische Historiker Carlo Gentile als „Mythos“. Wie es wirklich war, wird sich wohl nicht mehr aufklären lassen.

Buchbesprechung Junge Welt, 16. Oktober 2025.

Joe Dunthorne: Kinder des Radiums.

Auf den Spuren meiner jüdischen Familie. Aus dem Englischen von Hans-Christian Oeser. Berlin Verlag 2025. 256 Seiten, 24 Euro.


„Meine Großmutter wuchs damit auf, dass sie sich ihre Zähne mit radioaktiver Zahnpasta putzte.“ Der erste Satz von Joe Dunthornes Memoir Auf den Spuren meiner jüdischen Familie setzt den lakonischen Grundton des Buches und weckt neben Neugier vielfältige Assoziationen und Nachdenklichkeit – wie das ganze Buch.

Buch des Monats. Konkret 8/2025.