»Der Holocaust – Was wussten die Deutschen?« Eine Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors über die Mitwisserschaft am Massenmord.


freie Journalistin und Autorin in Berlin
»Der Holocaust – Was wussten die Deutschen?« Eine Ausstellung in der Berliner Topographie des Terrors über die Mitwisserschaft am Massenmord.

| Die Sache. Am 27. November 2025 wäre der Autor und Filmemacher Claude Lanzmann 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass dokumentiert eine Ausstellung im Jüdischen Museum Berlin mit bisher unveröffentlichten Tonaufzeichnungen den Entstehungsprozess seines epochalen Films „Shoah“. Es gibt Tage, an denen ich denke, ich bin nicht besessen genug«, antwortete Claude Lanzmann auf die Frage der Überlebenden Maria Bobrow, warum er den Film »Shoah« mache, ob er davon besessen sei. Er war besessen genug, um dieses epochemachende und radikale Kunstwerk zu schaffen. Wie intensiv es ihn beschäftigte und welch geduldige Vorbereitung es erforderte, lässt sich jetzt im Jüdischen Museum Berlin (JMB) nachvollziehen…. Weiterlesen in Konkret 1/2026. |
Bis zum 12. April 2026.




»Ein wunderschönes, palastartiges Anwesen« – so beschreibt Fritz Traugott am 3. Juli 1945 in einem Brief an seine Frau Lucia den neuen Standort seiner Einheit in Berlin. Zuvor hatte das Vorauskommando der U. S. Army, dem der Sergeant angehörte, in Zelten im Grunewald kampiert. Dann requirierten sie die Villa – heute bekannt als Nazitäterort bürokratischen Schreckens. Ein bisher unbekanntes Foto zeigt das efeubewachsene Gebäude mit der US-Flagge auf dem Dach: »On the Roof of Himmler’s Guesthouse«.
Wie Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Berlin das Kriegsende erlebten, zeigt die Ausstellung „Vergessene Befreiung” im Dokumentationszentrum NS-Zwangssarbeit in Berlin. Meine Besprechung in konkret 7/2025.



Verliebt in die Stadt: Eine Ausstellung über das Frühwerk des Fotografen Will McBride im Charlottenburger Bröhan-Museum, verlängert bis zum 20. Juli 2025.
Die junge Frau in Jeans und engem Pulli – aufgenommen von der Seite – blickt ruhig und selbstbewusst in die Kamera. Die Arme hat sie um ihren Bauch gelegt, der Reißverschluss der Jeans steht offen. Kaum vorstellbar, dass dieses Foto einen Skandal hervorrief. Aber 1960 wollte die Hamburger Jugendbehörde seine Verbreitung verbieten lassen. Das »hochschwangere Mädchen« in »aufreizende(r) Pose und Kleidung« verletze »eindeutig das natürliche Schamgefühl junger Menschen«.

Access Kafka. Im Jüdischen Museum Berlin kann man mit Hilfe der Kunst Zugang zu Kafkas Werk finden.

Die Berliner Topographie des Terrors zeigt eine Ausstellung über die Laufbahn des gefürchteten Nazifunktionärs Reinhard Heydrich.
Eine längst überfällige Ausstellung in Berlin widmet sich verleugneten Opfern der Nazidiktatur. Ein Gespräch mit Barbara Stellbrink-Kesy
Barbara Stellbrink-Kesy ist Kunsttherapeutin und Autorin von »Unerhörte Geschichte: Frei – aber verpönt« (Verlag am Turm, 2020), einer Biographie über ihre Großtante, die Opfer der Medizinverbrechen der Nazis wurde. Stellbrink-Kesy ist Gründungsmitglied des »Verbands für das Erinnern an die verleugneten Opfer des Nationalsozialismus« (Vevon).
Karya, 1943: Eine Berliner Ausstellung zeigt einen Ort tödlicher Zwangsarbeit im besetzten Griechenland
Mein Interview mit den Kuratorinnen und der Leiterin des Dokumentationszentrums
Zu Staub zermahlen. Orte des Holocaust. Ein Ausstellungsprojekt erinnert an die „Aktion Reinhardt“ aus deutscher und polnischer Perspektive. Im Garten der Gedenkstätte „Haus der Wannseekonferenz“ noch bis zum 30. Dezember 2024.
